Skurrile Parkregeln in Europa: Mit diesem Wissen lässt sich das Urlaubssouvenir vom Ordnungsamt vermeiden
Haltezonen, farbenfrohe Markierungen und zeitliche Beschränkungen: Das Parken in europäischen Ländern fordert von Autofahrerinnen und Autofahrern oft besondere Aufmerksamkeit. Unterschiedliche Zusatzschilder und Straßenmarkierungen sorgen schnell für Verwirrung. Damit Reisende keinen Strafzettel für Falschparken als Urlaubssouvenir mit nach Hause bringen, gilt es, einiges zu beachten. Der Mietwagen-Anbieter Sunny Cars fasst die teils recht ungewöhnlichen Informationen zum Parken in Europa zusammen und gibt einen Überblick über Farbcodes für das richtige Abstellen des Urlaubsautos.
Kuriose Parkvorschriften
Dänemark
Hygge steht in Dänemark für Gemütlichkeit, Kerzenschein und entspannte Gelassenheit. Beim Parken hört die dänische Entspanntheit allerdings ziemlich genau bei zehn Metern auf. Die Straßenverkehrsordnung schreibt nämlich vor, dass beim Parken zu jeder Kreuzung und jedem Radweg ein Abstand von zehn Metern Pflicht ist. Das Parkverbot in diesem Bereich sorgt dafür, dass alle Verkehrsteilnehmenden beim Einfahren in die Kreuzung freie Sicht haben. Bei abgerundeten Kreuzungsecken zählt die nächstliegende Ecke mit scharfem Winkel. Wer Abstände schwer einschätzen kann, zählt einfach die Gehwegplatten: 12,5 Platten ergeben ungefähr den richtigen Abstand zwischen Ecke und abgestelltem Auto.
Frankreich
In Frankreich gleicht Parken stellenweise einem kleinen Straßenseiten-Ballett. Beim sogenannten „Stationnement alterné semi-mensuel“ – dem halbmonatlichem Wechselparken – ändert sich die erlaubte Parkseite je nach Monatsabschnitt. In entsprechend ausgeschilderten Straßen darf vom 1. bis zum 15. eines Monats auf der Seite mit den ungeraden Hausnummern geparkt werden. Vom 16. bis zum Monatsende ist dann die Seite mit den geraden Hausnummern an der Reihe. Entscheidend sind also nicht nur Parkzone, Uhrzeit oder Wochentag, sondern auch das Datum - und die richtige Straßenseite.
Griechenland
In Griechenland wird traditionell dreimal symbolisch gespuckt, um Unglück fernzuhalten. Beim Parken hilft allerdings vor allem ein wacher Blick auf die Schilder. Denn griechische Halteverbotsschilder haben eine besondere Zusatzlogik: Entscheidend sind die senkrechten Linien auf dem Schild. Eine Linie bedeutet eingeschränktes Halteverbot in ungeraden Monaten wie Januar oder Mai. Zwei senkrechte Linien gelten dagegen in geraden Monaten wie Februar oder Juni. Wer hier nur kurz hinsieht, kann also schnell im falschen Monat auf der falschen Seite stehen - da hilft auch kein Spucken mehr.
Italien
Amore ja, aber bitte nicht überall: In der italienischen Stadt Eboli kann ein Kuss im Auto teuer werden. Wer dort beim Knutschen erwischt wird, riskiert eine Strafe von bis zu 500 Euro. Auch abseits romantischer Zwischenstopps ist in Italien Aufmerksamkeit gefragt: In vielen Städten gibt es sogenannte „Zona a Traffico Limitato“ (ZTL), also verkehrsberuhigte Zonen. Diese befinden sich häufig in historischen Innenstädten und sind meist nur mit Sondererlaubnis befahrbar. Wer hier einen Parkplatz sucht und ohne Genehmigung einfährt, muss mit einer Geldstrafe von rund 100 Euro rechnen - unabhängig davon, ob das Auto dort tatsächlich abgestellt wird.
Kroatien
In Kroatien kommt das Parkknöllchen manchmal eher wie eine Rechnung aus dem Urlaub daher. Parkgebühren können vielerorts bequem am Automaten oder per SMS bezahlt werden, trotzdem lohnt sich ein genauer Blick auf die Schilder in kostenpflichtigen Parkzonen. Viele Gemeinden arbeiten mit privaten Parkraumüberwachungsfirmen zusammen. Bei Verstößen entsteht daher häufig kein klassisches Ordnungsgeld, sondern eine zivilrechtliche Forderung von etwa 20 Euro. Wer diese nicht direkt vor Ort bezahlt, riskiert zusätzliche Kosten durch Inkassounternehmen oder Anwaltskanzleien. Die Forderungen verjähren erst nach fünf Jahren und bleiben damit auch nach dem Urlaub in Deutschland vollstreckbar.
Schweiz
Die Schweiz bietet in ihrer „Blauen Zone“, in der regulär mit Parkscheibe zwischen 8 und 18 Uhr nur eine Stunde Parken möglich ist, eine besonders schöne Mittagspausen-Regelung. Wer zwischen 11:30 Uhr und 13:29 Uhr ankommt, darf immer bis 14:30 Uhr stehen bleiben. Bei Ankunft nach 18 Uhr lässt sich in der Blauen Zone ohne Parkscheibe unbeschränkt parken, sofern das Auto vor 8 Uhr wieder wegfährt. Wer abends schlau doch eine Parkscheibe mit einer nächtlichen Ankunftszeit einstellt, darf automatisch bis 9 Uhr bleiben. Grundsätzlich gilt es in der Schweiz, die Parkscheibe immer auf den nächsten halbstündlichen Strich nach der Ankunftszeit zu stellen.
Übersicht Bedeutung Bordsteinmarkierungen:
Wenn der Bordstein Farbe bekennt: Wer beim Parken in Europa nur auf freie Lücken achtet, übersieht leicht das Wichtigste: den Bordstein. Denn Blau, Gelb oder Weiß können je nach Land ganz Unterschiedliches bedeuten. Ein kurzer Farbcheck vor dem Aussteigen lohnt sich daher fast immer. Das Wichtigste im Überblick:

Sunny Cars ist eines der größten und erfolgreichsten Mietwagenunternehmen in Europa und beschäftigt rund 160 Mitarbeiter in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie in Belgien, den Niederlanden und in Frankreich. Sunny Cars arbeitet mit lokal und international tätigen Mietwagenpartnern an mehr als 8.000 Mietstationen in über 120 touristischen Zielgebieten zusammen, die nach hohen Qualitäts- und Serviceanforderungen ausgewählt werden. Die Angebote von Sunny Cars garantieren Mietwagenkunden ein Rundum-Sorglos-Paket sowie weitere Wahlleistungen.
