Kreisverkehr, Kuriositäten und kreative Regeln: Die außergewöhnlichsten Verkehrssituationen der Welt

Unterwegs im Mietwagen: Im Urlaub warten bisweilen Straßenkonstruktionen, die selbst routinierte Fahrerinnen und Fahrer kurz ins Grübeln bringen. Wenn mehrere Kreisverkehre zu einem großen Verkehrspuzzle verschmelzen, Rechtsabbiegen auf der linken Spur beginnt und tief unter dem Meer ein leuchtender Kreisel wartet, kommt so mancher Reisende ins Staunen. Was aus der Ferne kurios und unterhaltsam wirkt, verlangt vor Ort vor allem Ruhe, Aufmerksamkeit und einen genauen Blick auf die Beschilderung und die örtlichen Verkehrsregeln. Mietwagen-Anbieter Sunny Cars stellt einige der außergewöhnlichsten Verkehrssituationen weltweit vor.

England: Kreisverkehr hoch sechs

Ein Kreisverkehr macht so manchen Mietwagenreisenden Freude und trägt zu besserem Verkehrsfluss bei. Sechs miteinander verbundene Kreisel wirken dagegen zunächst wie ein Rätsel. Im englischen Swindon besteht der als „Magic Roundabout“ bekannte Knotenpunkt aus fünf kleinen Kreisverkehren, die sich um eine zentrale Verkehrsinsel gruppieren. Je nach Ziel wählen Autofahrende unterschiedliche Wege durch das System und bewegen sich dabei teilweise in verschiedenen Richtungen um das Zentrum.

Aus der Vogelperspektive erinnert die Anlage eher an ein geometrisches Muster als an eine gewöhnliche Kreuzung. Vor Ort soll die Aufteilung den Verkehr jedoch auf mehrere kleine Kreise verteilen. Für Reisende mit dem Mietwagen bedeutet das: frühzeitig auf die gewünschte Ausfahrt achten, das Tempo reduzieren und sich nicht von anderen Fahrzeugen zu hektischen Spurwechseln verleiten lassen. Wer eine Ausfahrt verpasst, dreht besser eine zusätzliche Runde – schließlich gehört der Umweg hier fast schon zum Erlebnis.

Färöer-Inseln: Kunst im Unterwasser-Kreisverkehr

Die Färöer-Inseln liegen zwar zwischen Norwegen und Island, gehören aber zu Dänemark. Mitten im Atlantik führt hier eine der spektakulärsten Straßenverbindungen, der Eysturoy-Tunnel, zu mehreren Inseln und beherbergt sogar einen Kreisverkehr unter Wasser. Im Zentrum des Tunnels erhebt sich eine markante, beleuchtete Installation, die dem unterirdischen Verkehrsknoten beinahe die Atmosphäre einer Kunstgalerie verleiht. Zwischen Felswänden, Lichtreflexen und mehreren Ausfahrten vergessen Mietwagenreisende leicht, dass es sich um eine reguläre Straße handelt. Deshalb bleibt der Blick trotz eindrucksvoller Kulisse besser auf Fahrbahn und Beschilderung gerichtet. Anhalten im Tunnel gilt es zu vermeiden. Erinnerungsfotos entstehen besser vor oder nach der Durchfahrt an einem sicheren Ort.

Australien: Zum Rechtsabbiegen erst einmal nach links

Melbourne hat für eine alltägliche Fahrsituation eine überraschende Lösung gefunden. An ausgewählten Kreuzungen biegen Autofahrende nicht direkt von der rechten Spur nach rechts ab. Beim sogenannten „Hook Turn“ ordnen sie sich zunächst links ein, fahren in den Kreuzungsbereich und warten dort auf das passende Ampelsignal, bevor sie die Rechtskurve vollenden.

Der ungewöhnliche Ablauf hängt mit den Straßenbahnen zusammen, die durch viele Straßen des Stadtzentrums führen. Dafür soll entsprechend die rechte Fahrspur frei bleiben. Für Reisende wirkt das Manöver zunächst widersprüchlich – insbesondere, weil in Australien ohnehin Linksverkehr herrscht. Deutliche Schilder weisen auf die betreffenden Kreuzungen hin. Wer unsicher ist, beobachtet zunächst den vorausfahrenden Verkehr, fährt langsam und lässt sich ausreichend Zeit für den Abbiegevorgang.

USA: Links abbiegen über den Umweg nach rechts

Der US-Bundesstaat Michigan wendet das Prinzip genau umgekehrt an: Hier fahren Linksabbieger zunächst in die entgegengesetzte Richtung. Beim sogenannten „Michigan Left“ ist das direkte Abbiegen nach links an entsprechend gebauten Straßenabschnitten nicht vorgesehen. Autofahrende steuern stattdessen zunächst geradeaus oder nach rechts und nutzen anschließend eine Öffnung im Mittelstreifen, um zu wenden.

Das Verfahren soll komplizierte Abbiegevorgänge aus großen Kreuzungsbereichen verlagern und den Verkehrsfluss verbessern. Wer die Konstruktion nicht kennt, könnte allerdings denken, das Navigationsgerät schicke ihn auf einen unnötigen Umweg. Tatsächlich führen mehrere aufeinanderfolgende Fahrmanöver ans gewünschte Ziel. Für Mietwagen-Reisende in den USA gilt deshalb: nicht spontan die Spur wechseln, sondern den Wegweisern folgen und die Wendestelle mit ausreichend Abstand anvisieren.

Frankreich: Zwölf Straßen treffen auf einen Kreisel

Rund um den Arc de Triomphe in Paris treffen gleich zwölf große Straßen aufeinander. Der weite Verkehrskreisel am Place Charles de Gaulle gehört damit zu den eindrucksvollsten, aber auch unübersichtlichsten Straßenabschnitten der französischen Hauptstadt. Autos, Busse, Motorräder und Taxis wechseln zwischen den Zufahrten, während im Zentrum eines der bekanntesten Wahrzeichen von Paris aufragt.

Für Mietwagenfahrerinnen und -fahrer ist die Situation vor allem deshalb ungewöhnlich, weil sich der Ablauf nur schwer mit einem klassischen Kreisverkehr vergleichen lässt. Mehrere Fahrzeuge fahren nebeneinander, Ausfahrten folgen in kurzen Abständen und die Orientierung muss innerhalb weniger Augenblicke gelingen. Wer Paris mit dem Auto erkundet, sollte die Route vorab prüfen und sich frühzeitig einordnen. Den Blick auf den Arc de Triomphe genießen Reisende anschließend bei einem Spaziergang – nicht während der Fahrt.

Niederlande: Boote über der Autobahn

In den Niederlanden kreuzen sich Straße und Wasser nicht immer auf klassische Weise. An mehreren Stellen führen Aquädukte Kanäle oder Flüsse über Autobahnen hinweg. Für Autofahrende sieht die Durchfahrt wie ein kurzer Tunnel aus, während direkt über ihnen Schiffe und Boote unterwegs sind.

Die Bauweise ist typisch für ein Land, in dem Wasserwege, Straßen und Siedlungen auf engem Raum miteinander verbunden werden müssen. Besonders eindrucksvoll ist der Moment, wenn der Mietwagen unter einer scheinbar schwebenden Wasserfläche hindurchfährt. Viel Zeit zum Staunen bleibt allerdings nicht: Die Durchfahrt ist Teil des normalen Straßennetzes und wird im regulären Tempo passiert. Wer das Bauwerk genauer betrachten möchte, sucht anschließend einen offiziellen Parkplatz oder Aussichtspunkt.

Über Sunny Cars

Sunny Cars ist eines der größten und erfolgreichsten Mietwagenunternehmen in Europa und beschäftigt rund 160 Mitarbeiter in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie in Belgien, den Niederlanden und in Frankreich. Sunny Cars arbeitet mit lokal und international tätigen Mietwagenpartnern an mehr als 8.000 Mietstationen in über 120 touristischen Zielgebieten zusammen, die nach hohen Qualitäts- und Serviceanforderungen ausgewählt werden. Die Angebote von Sunny Cars garantieren Mietwagenkunden ein Rundum-Sorglos-Paket sowie weitere Wahlleistungen.

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