Ein Jahrhundert Route 66: Geschichte und Mythos der wohl bekanntesten Straße der Welt

München, 12. Oktober 2026 (w&p) – Happy Birthday: Am 11. November 2026 feiert die Route 66 ihren 100. Geburtstag. Genau ein Jahrhundert zuvor verabschiedete die USA das neue nummerierte US-Highway-System und eröffnete somit auch die legendäre Route. Seither steht die Strecke für Freiheit, Weite und klassisches amerikanisches Roadtrip-Gefühl. Der Mietwagen-Anbieter Sunny Cars nimmt das Jubiläum zum Anlass, die berühmte Straße, ihre Entstehung und einige ihrer spannendsten Stationen genauer unter die Lupe zu nehmen. 

Die Geburtsstunde einer Straßen-Ikone

1926 entstand die Route 66 als Teil des ersten einheitlich nummerierten Fernstraßensystems der USA. Ursprünglich führte die Strecke von Chicago nach Los Angeles. Mitte der 1930er-Jahre folgte die Verlängerung bis Santa Monica. Auf fast 4.000 Kilometern führt die historische Strecke durch ganze acht Bundesstaaten: Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico, Arizona und Kalifornien. Als Verbindung zwischen dem Mittleren Westen und Südkalifornien gewann die Route schnell an Bedeutung. Ihre recht flache Streckenführung und das milde Wetter entlang großer Teile der Strecke machten sie attraktiv für den Güterverkehr. In den 1930er-Jahren nutzen zudem viele verarmte Farmer aus dem Mittleren Westen nach der Umwelt- und Wirtschaftskatastrophe „Dust Bowl“ die Route 66 für die Auswanderung Richtung Kalifornien. Aus dieser Zeit stammt auch der Beiname „Mother Road“, den ein Schriftsteller prägte. 

Die goldene Ära 

Ihre touristische Blütezeit erlebte die Route 66 vor allem in den 1950er-Jahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahmen Autobesitz und Urlaubsreisen in Nordamerika deutlich zu und immer mehr amerikanische Urlaubsreisende machten sich auf den Weg Richtung Westen und Kalifornien. Auch die Popkultur verstärkte in dieser Zeit den Kultstatus der Straße mit einem Song über die Route 66. Mit dem zunehmenden Autoverkehr entstanden entlang der Strecke zahlreiche Tankstellen, Restaurants, Motels, Geschäfte und Werkstätten. Viele der heute mit der Route 66 verbundenen Relikte und Wahrzeichen erinnern an diese Hochphase des amerikanischen Autotourismus.

Entstehung der heutigen Legende

Mit dem Ausbau des Interstate Highway Systems verlagerte sich der Verkehr zunehmend auf die neuen und daher moderneren Schnellstraßen, die parallel im Streckenverlauf gebaut wurden. Mitte der 80er-Jahre war dann der gesamte Weg ersetzt und die Route 66 wurde aus den offiziellen US-Highways gestrichen. Doch danach entstand bei amerikanischen wie auch internationalen Reisenden ein großer Kult um die Route 66, der bis heute anhält. Sie entwickelte sich zu einem Symbol für Mobilität, Aufbruch und persönliche Freiheit.

Durch acht Bundesstaaten bis zum Pazifik

Die Route 66 verbindet unterschiedlichste Landschafts- und Kulturregionen der USA. Unterwegs wechseln sich dicht bebaute Großstädte, landwirtschaftlich geprägte Regionen, kleine Orte, weite Ebenen, Gebirge und trockene Wüstenlandschaften ab. Besonders eindrucksvoll zeigt sich der Kontrast zwischen den grüneren Regionen des Mittleren Westens zu den trockenen Landschaften von New Mexico, Arizona und Kalifornien. Allein der kalifornische Abschnitt umfasst rund 507 Kilometer. Er beginnt in der Mojave-Wüste, zieht sich über den Großraum Los Angeles bis an die Pazifikküste. Am Santa Monica Pier erwartet Reisende schließlich das bekannte „End of the Trail“-Schild, das heute als symbolischer Endpunkt gilt. Entlang der Strecke liegen außerdem lokale Sehenswürdigkeiten, historische Gebäude und ehemalige Route-66-Betriebe, die an die Blütezeit der Straße erinnern.

Drei spannende Stationen

Im Großraum Los Angeles zeigt sich die Route 66 von ihrer urbanen Seite. Historische Streckenabschnitte treffen hier auf Restaurants, Märkte, Motels, Museen und klassische amerikanische Autokultur. Filmgeschichte und südkalifornisches Lebensgefühl begleiten die Fahrt durch die Metropole. In Pasadena erinnert unter anderem das historische Neonschild des Saga Motor Hotels an die Ära der amerikanischen Autoreisen. Weiter östlich liegt Barstow, ein Ort mit enger Verbindung zur Geschichte der Straße. Das „Route 66 Mother Road Museum“ zeigt historische Fotografien, Fahrzeuge und Erinnerungsstücke aus einer Zeit, in der die Strecke zu den bedeutendsten Ost-West-Verbindungen der USA zählte. Mitten in der Mojave-Wüste vermittelt Amboy besonders eindrucksvoll das Gefühl von Weite und Abgeschiedenheit. Zu den bekanntesten Wahrzeichen zählt hier das Roy’s Motel und Café mit seiner markanten Neonreklame und historischen Tankstelle. Weite Horizonte, alte Straßenschilder und offene Wüstenflächen prägen das Bild des amerikanischen Westens.

Der Weg ist das Ziel

Große Teile der historischen Strecke lassen sich bis heute befahren. Wer der besonderen Route folgt, sollte vor allem eines mitbringen: Zeit. Kleine Sehenswürdigkeiten, alte Motels, Wandgemälde, Aussichtspunkte und historische Tankstellen laden immer wieder zu spontanen Stopps ein. Gerade ungeplante Pausen und Abstecher sowie der ständige Wechsel zwischen Stadt, Wüste und Küste machen den Reiz eines Roadtrips auf der Route 66 aus.

Empfehlungen für die Fahrt durch abgelegenere Wüstengebiete:

  • Karten und Routeninformationen vorab herunterladen
  • Längere Abschnitte mit vollem Tank beginnen
  • Tankstopps frühzeitig planen
  • Wetter und Temperaturen berücksichtigen
  • Ausreichend Wasser und Snacks mitnehmen
Über Sunny Cars

Sunny Cars ist eines der größten und erfolgreichsten Mietwagenunternehmen in Europa und beschäftigt rund 160 Mitarbeiter in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie in Belgien, den Niederlanden und in Frankreich. Sunny Cars arbeitet mit lokal und international tätigen Mietwagenpartnern an mehr als 8.000 Mietstationen in über 120 touristischen Zielgebieten zusammen, die nach hohen Qualitäts- und Serviceanforderungen ausgewählt werden. Die Angebote von Sunny Cars garantieren Mietwagenkunden ein Rundum-Sorglos-Paket sowie weitere Wahlleistungen.

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