Alles, außer geradeaus: Spektakuläre Kurvenstrecken weltweit

Linksherum, Rechtsherum: Manche Straßen führen nicht auf direktem Weg ans Ziel, sondern winden sich in Serpentinen über Bergflanken, durch Täler oder entlang spektakulärer Küsten. Für Reisende bedeutet das: Tempo herausnehmen, aufmerksam bleiben – und unterwegs immer wieder neue Ausblicke genießen. Einige Strecken bringen es dabei auf eine stattliche Anzahl an Windungen. Von Hawaii bis Norwegen: Mietwagen-Anbieter Sunny Cars stellt sieben außergewöhnlich kurvenreiche Straßen rund um den Globus vor.

Hawaii: 620 Kurven auf der Strecke nach Hana

Eine besondere Insel-Kulisse begleitet Reisende auf dem Hana Highway auf Maui. Von Kahului bis Hana sind es nur rund 52 Meilen beziehungsweise 84 Kilometer – trotzdem braucht die Fahrt Zeit. Der Grund: Die Straße auf Hawaii beinhaltet 620 Kurven und 59 Brücken. Viele der Richtungswechsel sind eng, hinzu kommen teilweise einspurige Brücken. Dafür führt die Straße durch üppigen Regenwald und vorbei an Wasserfällen und eindrucksvollen Küstenlandschaften. Statt alpiner Felswände bestimmen hier tropische Vegetation und der Pazifik die Aussicht. Gerade die hohe Zahl der Kurven macht deutlich, warum bei dieser Strecke weniger die zurückgelegten Kilometer als vielmehr der Weg selbst das Ziel der Reise ist.

Italien: 48 mal an den Steilwänden des Stilfser Jochs entlang

Beim Stilfser Joch beziehungsweise Passo dello Stelvio gehören die Kurven zu den beliebtesten Fotomotiven der gesamten Strecke. Auf der Südtiroler Seite führen allein 48 Haarnadelkurven hinauf zum Pass. Die Straße erreicht eine Höhe von rund 2.758 Metern und zieht sich in engen Serpentinen durch die hochalpine Landschaft. Insgesamt ist die historische Passstraße rund 49 Kilometer lang und verbindet Südtirol mit der Lombardei in Italien. Wer von Prad im Vinschgau hinauffährt, erlebt besonders auf der Nordrampe die charakteristische Abfolge eng übereinanderliegender Kehren. Oben öffnet sich der Blick auf die Bergwelt rund um die Ortlergruppe. Auch deshalb gehört die Straßenführung selbst ebenso zum Erlebnis wie das Panorama am höchsten Punkt.

Österreich: 36 Kehren auf 48 Kilometern

Die Großglockner Hochalpenstraße verbindet Salzburg und Kärnten und kombiniert Bergpanorama mit einer besonders kurvenreichen Streckenführung. Auf 48 Kilometern geht es durch 36 Kurven hinauf in hochalpines Gelände. Das Hochtor liegt auf 2.504 Metern, der höchste befahrbare Punkt befindet sich auf der über eine Stichstraße erreichbaren Edelweiß-Spitze auf 2.571 Metern. Unterwegs führt die Straße durch unterschiedliche Höhenlagen und eröffnet immer wieder Ausblicke auf die umliegenden Gipfel – darunter den Großglockner, Österreichs höchsten Berg. Bergseen und Wasserfälle liegen ebenso entlang der Route wie Ausgangspunkte für Spaziergänge und Wanderungen.

Norwegen: Elf Windungen am Trollstigen

Beim Trollstigen geht es in elf markanten Haarnadelkurven die steile norwegische Bergflanke hinauf. Die Straße gehört zur Norwegischen Landschaftsroute Geiranger–Trollstigen und liegt rund 19 Kilometer von Åndalsnes entfernt. Zwischen schroffen Bergen, Wasserfällen und tief eingeschnittenen Tälern windet sie sich hinauf zum Stigrøra auf rund 858 Metern Höhe. Gerade aus der erhöhten Perspektive lässt sich die Straßenführung gut erkennen: Die einzelnen Kehren liegen eng übereinander und ziehen sich in einem Zickzackmuster durch die Landschaft. Trollstigen ist damit nicht nur eine Verbindung durch das Gebirge, sondern selbst eine der bekanntesten Straßenattraktionen Norwegens. Aufgrund der Lage im Gebirge ist die Strecke saisonabhängig, daher sollte die aktuelle Befahrbarkeit stets vor einer Reise geprüft werden.

Spanien: Kurvenkunst auf dem Weg nach Sa Calobra

Auf Mallorca führt die Straße nach Sa Calobra mitten durch die Serra de Tramuntana. Die Strecke hinunter zur Küste misst rund 14 Kilometer und überwindet dabei etwa 900 Höhenmeter. Zahlreiche Kurven bestimmen den Verlauf - ihr bekanntester Abschnitt ist der Nus de sa Corbata, der „Krawattenknoten“. Dort beschreibt die Straße eine außergewöhnliche 360-Grad-Schleife und führt über beziehungsweise unter sich selbst hindurch. Schon die Anfahrt wird damit zu einer Sehenswürdigkeit. Zwischen den Kurven öffnet sich der Blick auf die schroffen Felsen der Tramuntana und schließlich auf die Küste. Am Ende der Straße liegt Sa Calobra, von wo aus Reisende zum Torrent de Pareis gelangen, dessen Mündung zwischen hohen Felswänden liegt.

Frankreich: Rallye-Feeling am Col de Turini

Beim Col de Turini treffen Bergstraße und Motorsportgeschichte aufeinander. Der Pass liegt in den französischen Seealpen und erreicht eine Höhe von 1.607 Metern. Seine Straße ist von zahlreichen engen Kehren geprägt und wurde insbesondere durch die Rallye Monte Carlo bekannt. Sie verbindet unter anderem La Bollène-Vésubie beziehungsweise Lantosque mit Sospel und führt durch eine Landschaft aus bewaldeten Hängen, Berggipfeln und Tälern. Aussichtspunkte entlang der Strecke bieten Gelegenheit für Zwischenstopps. Gerade die dicht aufeinanderfolgenden Serpentinen machten den Pass über die Jahre auch über Frankreich hinaus bekannt. Für Autofahrende außerhalb des Rallyesports heißt es selbstverständlich: nicht die Motorsportler zum Vorbild nehmen, sondern die kurvige Strecke in angemessenem Tempo genießen.

Rumänien: Serpentinen durch die Karpaten

Die Transfăgărășan durchquert die rumänischen Karpaten und verbindet die Regionen Walachei und Siebenbürgen. Über mehr als 150 Kilometer zieht sich die Straße durch die Berglandschaft und ist von zahlreichen Serpentinen, engen Kurven und Kehren geprägt. Dabei wechseln sich steile Anstiege und kurvenreiche Abschnitte mit Ausblicken auf schroffe Gipfel, tiefe Täler, Schluchten und Bergseen ab. Zu den bekanntesten Punkten entlang der Strecke gehört der Bâlea-See hoch in den Bergen. Gerade in den höher gelegenen Abschnitten zeigt sich aus der Vogelperspektive die charakteristische Straßenführung mit ihren eng aufeinanderfolgenden Schleifen. Aufgrund ihrer Höhenlage ist die Befahrbarkeit stark saisonabhängig, vor der Anreise empfiehlt sich daher immer ein Blick auf die aktuelle Wetter- und Verkehrslage.

Über Sunny Cars

Sunny Cars ist eines der größten und erfolgreichsten Mietwagenunternehmen in Europa und beschäftigt rund 160 Mitarbeiter in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie in Belgien, den Niederlanden und in Frankreich. Sunny Cars arbeitet mit lokal und international tätigen Mietwagenpartnern an mehr als 8.000 Mietstationen in über 120 touristischen Zielgebieten zusammen, die nach hohen Qualitäts- und Serviceanforderungen ausgewählt werden. Die Angebote von Sunny Cars garantieren Mietwagenkunden ein Rundum-Sorglos-Paket sowie weitere Wahlleistungen.

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