Sprit sparen bei der Mietwagen-Fahrt: Worauf es bei Buchung, Fahrstil und an der Tankstelle ankommt
Teurer Sprit: Hohe Kraftstoffpreise belasten aktuell das Reisebudget vieler Urlauberinnen und Urlauber. Im April 2026 erreichten die Preise an den Tankstellen in Deutschland den höchsten jemals gemessenen Monatsdurchschnitt, anschließend galt zwei Monate lang ein Tankrabatt. Da dieser Ende Juni auslief, steigt nun vermutlich die Tankrechnung wieder an. Gleichzeitig unterscheiden sich die Kraftstoffpreise in Europa je nach Reiseland teils deutlich. Bei Trips mit dem Mietwagen liegt ein Teil der Kosten jedoch auch in der eigenen Hand: Die passende Fahrzeugwahl und eine vorausschauende Fahrweise senken den Verbrauch, auch eine gute Vorbereitung vor dem Tanken hilft beim Sparen. Der Mietwagen-Anbieter Sunny Cars fasst die wichtigsten Punkte für Buchung, Fahrt und Tankstopp zusammen, um die Urlaubskasse zu entlasten.
Aktuelle Lage in Europa
Die Bedingungen beim Tanken fallen in Europa derzeit sehr unterschiedlich aus. Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Preis von EU-Ländern liegt fast ein Euro pro Liter. Für viele Reiseziele zeigt sich dabei ein klares Bild: In zahlreichen Autoreiseländern in Süd- und Osteuropa liegt das Preisniveau bei Benzin aktuell unter den Preisen hierzulande. Dazu zählen beispielsweise Kroatien, Polen, Slowenien und Tschechien. Deutlich höher fällt die Tankrechnung dagegen auf vielen Routen im Norden aus, unter anderem durch Dänemark oder die Niederlande. Hinzu kommen teils spürbare Unterschiede innerhalb eines Landes, etwa zwischen Stadt, Land und Autobahn.
Nationale Regelungen beachten
Zusätzliche Aufmerksamkeit verdienen nationale Regeln, die im Reisealltag leicht untergehen. In Kroatien und Slowenien greifen derzeit staatliche Preisvorgaben vor allem abseits der Autobahnen, sodass ein Tankstopp nach der Ausfahrt günstiger ausfallen kann als direkt an der Strecke. In der Slowakei gab es zuletzt Sonderpreise für Diesel bei Fahrzeugen mit ausländischem Kennzeichen. Da sich diese Regeln jederzeit ändern können, sollten Reisende dies kurz vor Reiseantritt prüfen.
Destinationswahl ist nicht alleine entscheidend
Die Mischung aus Preisgefälle und Sonderregeln macht bereits deutlich, dass nicht nur das Reiseziel zählt über die spätere Tankrechnung entscheidet. Auch die richtige Vorbereitung rund um Fahrzeugwahl, Strecke und Fahrweise zahlen darauf ein. Wer nicht mit dem Flugzeug anreist und vor Ort einen Mietwagen nimmt, sondern mit dem Auto ab der Heimat startet, spielt zudem der Weg bis zum Urlaubsziel eine entscheidende Rolle.
Die Wahl des richtigen Fahrzeuges
Einen großen Teil der späteren Spritkosten legen Reisende schon vor der Reise fest, denn bereits bei der Mietwagenbuchung fallen wichtige Entscheidungen. Ausschlaggebend bleibt die frühzeitige Planung des Trips. Für Reisen durch Städte und flache Regionen eignet sich ein kleines und kompaktes Fahrzeug, da das geringere Gewicht meist auch den Verbrauch senkt. In bergigen Regionen oder bei voller Beladung erweist sich ein stärker motorisiertes Fahrzeug oft als passender. Die Motorleistung richtet sich idealerweise nach dem Einsatzgebiet. Auch Elektroautos stellen bei gut ausgebauter Ladeinfrastruktur am Urlaubsort eine praktische Lösung dar. Eine spritsparende Reise beginnt daher bereits mit einer durchdachten Planung von Ziel, Streckenprofil und Fahrzeugkategorie
Tankregelung: Augen auf bei der Buchung
Besonders wichtig bleibt der Blick auf die Tankregelung. Als transparente Lösung empfiehlt sich vor allem das Prinzip „Full to full“. Vorsicht gilt beim Prinzip „Full to empty“: Der Ansatz wirkt zunächst verlockend, führt aber meist zu höheren Kosten als eine reguläre Tankfüllung. Eine frühe Buchung erleichtert hier die Auswahl von Angeboten mit seriöser Tankregelung
Kleine Entscheidungen, große Wirkung
Auch kurz vor dem Einsteigen beeinflussen kleine Vorbereitungen die späteren Tankkosten. Gewisse Funktionen am Mietwagen wie ein Eco-Modus oder ein Tempomat unterstützen eine spritsparende Fahrweise. Selbst vermeintlich kleine Details wirken sich auf den Verbrauch des Mietwagens aus. Zusatzgewicht in Form von Gepäck erhöht den Verbrauch deutlich, Dachboxen treiben ihn durch den zusätzlichen Luftwiderstand weiter in die Höhe. Daneben verdienen der Reifendruck und der bewusste Einsatz der Klimaanlage Aufmerksamkeit, denn beides wirkt sich spürbar auf den Spritbedarf aus.
Den Fahrstil im Blick behalten
Doch auch die sparsamste Technik und eine frühe Buchung helfen wenig, wenn der Fahrstil nicht mitspielt. Sanftes Anfahren, gleichmäßiges Beschleunigen, ein vorausschauendes Fahren und seltenere Bremsvorgänge senken den Verbrauch spürbar. Wer ausreichend Abstand hält, reagiert früher und vermeidet somit unnötige Lastwechsel. Auch eine konstante Geschwindigkeit, mit oder ohne Tempomat, senkt den Verbrauch. Schon kleine Änderungen im Fahrverhalten summieren sich daher über die Urlaubsreise deutlich. Ein hohes Tempo macht ebenfalls einen großen Unterschied bei der Tanknadel. Landstraßen mit moderater Geschwindigkeit fallen meist sparsamer aus als schnelle Autobahnetappen. Führt kein Weg an der Autobahn vorbei, spart ein konstantes Tempo oft mehr Kraftstoff als häufige Beschleunigungsphasen. Eine Routenplanung mit Navi oder App reduziert mögliche Staus, Stop-and-go-Verkehr und den Innenstadtverkehr. Eine längere, flüssiger zu fahrende Route fällt somit am Ende vielleicht günstiger aus als der scheinbar kürzeste Weg.
Ausfahrt Tankstelle
Wie unterschiedlich die Kosten pro Tankstelle sind, kennen alle aus der Heimat. Daher gilt auch im Urlaub: Ein Preisvergleich vor der Abfahrt zur Tankstelle spart oft bares Geld. Entsprechend heißt es frühzeitig tanken, um nicht in letzter Minute einfach in die nächstgelegene Tankstelle fahren zu müssen. Wer die Regeln im Ausland nicht kennt, riskiert unnötige Kosten oder sogar eine Fehlbetankung. Deshalb lohnt sich vorab auch ein Blick auf die Kraftstoffbezeichnungen, denn die Begriffe klingen oft zum Verwechseln ähnlich. In Portugal beispielsweise heißt Benzin „Gasolina“, Diesel dagegen „Gasóleo“. Orientierung schafft alternativ die Oktan- oder Cetanzahl. Die Oktanzahl zeigt, welche Qualitätsstufe der Kraftstoff erfüllt. 91 steht für Normalbenzin, 95 für Super und mindestens 98 für Super Plus. Moderne Dieselfahrzeuge orientieren sich an einer Cetanzahl von 50, ältere Modelle an 40. In manchen Ländern läuft der Tankvorgang zudem anders ab: Erst folgt die Zahlung, danach das Tanken. Teilweise übernehmen Tankwarte das Tanken.
Sunny Cars ist eines der größten und erfolgreichsten Mietwagenunternehmen in Europa und beschäftigt rund 160 Mitarbeiter in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie in Belgien, den Niederlanden und in Frankreich. Sunny Cars arbeitet mit lokal und international tätigen Mietwagenpartnern an mehr als 8.000 Mietstationen in über 120 touristischen Zielgebieten zusammen, die nach hohen Qualitäts- und Serviceanforderungen ausgewählt werden. Die Angebote von Sunny Cars garantieren Mietwagenkunden ein Rundum-Sorglos-Paket sowie weitere Wahlleistungen.
