
São Miguel & Pico: Eine perfekte Azoren‑Kombination
Eine Reise auf die Azoren muss nicht alle neun Inseln umfassen, um abwechslungsreich und unvergesslich zu sein. Dieser Guide konzentriert sich bewusst auf São Miguel und Pico – zwei Inseln, die unterschiedlicher kaum sein könnten und gerade deshalb perfekt zusammenpassen.
São Miguel steht für sattes Grün, Kraterseen und weite Ausblicke, während Pico mit seiner vulkanischen Landschaft und traumhaften Weinbaugebieten eine komplett andere Stimmung einbringt. Mit dem Mietwagen lassen sich beide Inseln entspannt und flexibel entdecken. Damit du gut vorbereitet startest, findest du hier die wichtigsten Grundlagen, Routenideen und Tipps für genau diese zwei besonderen Inseln.
Warum ist ein Roadtrip auf São Miguel und Pico so empfehlenswert?
Ein Roadtrip ist auf São Miguel und Pico vor allem deshalb sinnvoll, weil beide Inseln außergewöhnlich vielfältig sind und sich ihre Besonderheiten oft erst jenseits der großen Orte zeigen. Mit einem Mietwagen bleiben Sie flexibel – ein großer Vorteil auf Inseln, auf denen das Wetter schnell wechselt und spontane Planänderungen eher die Regel als die Ausnahme sind. So können Sie schöne Momente wie eine aufreißende Wolkendecke oder besonders gute Sicht auf die Vulkanlandschaften gezielt ausnutzen. Zudem sind viele Küstenabschnitte, kleinere Dörfer oder Naturattraktionen nur mit dem Auto bequem erreichbar. Die Kombination aus Unabhängigkeit, guter Infrastruktur und abwechslungsreichen Strecken macht einen Roadtrip zur idealen Art, diese zwei sehr unterschiedlichen Azoreninseln entspannt zu entdecken.
Wann ist die beste Reisezeit und wie lange sollte Ihre Azoren-Rundreise dauern?
Die beste Zeit für einen Roadtrip auf São Miguel und Pico ist für viele Reisende von Mai bis Juni sowie September. Dann sind die Temperaturen mild, die Hortensienlandschaften besonders schön und die Inseln weniger überlaufen als in der Hochsaison. Im Juli und August profitieren Sie zwar von stabilerem Wetter und vielen Outdoor-Möglichkeiten, müssen an beliebten Orten wie Sete Cidades oder den heißen Quellen von Furnas mit mehr Besuchern rechnen. Im Winter erleben Sie die Azoren deutlich ruhiger, allerdings ist das Wetter wechselhafter und manche Aussichtspunkte liegen häufiger in den Wolken.
Für einen ersten Besuch sind sieben bis zehn Tage ideal – zum Beispiel fünf Tage auf São Miguel und zwei bis drei Tage auf Pico. In sieben Tagen erleben Sie die wichtigsten Highlights beider Inseln ohne Hektik. Mit zehn Tagen können Sie einzelne Regionen intensiver erkunden, etwa die Nordküste São Miguels oder die Weinterrassen von Pico. Für einen entspannten Ablauf lohnt es sich, für mehrere Nächte an einem Ort zu bleiben und die Tagesausflüge von dort zu planen.
Welche Besonderheiten gibt es beim Autofahren auf den Azoren?
Die Straßen auf den Azoren sind gut ausgebaut, aber oft kurvig, schmal und von steilen Küsten oder Vulkanhängen geprägt. Das Wichtigste ist ein ruhiger Fahrstil – besonders in ländlichen Gebieten, wo Kühe oder langsam fahrende Traktoren keine Seltenheit sind. In höheren Lagen wie rund um Pico da Vara oder Lagoa do Fogo können Nebel und schnelle Wetterwechsel auftreten, weshalb eine defensive Fahrweise empfehlenswert ist. Gerade auf solchen Strecken kann ein Automatikfahrzeug den Fahrkomfort deutlich erhöhen, weil Sie sich voll auf die Straße konzentrieren können und nicht ständig schalten müssen.
Auf Pico erwartet Sie zusätzlich eine einzigartige Mischung aus Küstenstraßen und schmalen Wegen durch Lavafelder, die manchmal fast wie Naturpfade wirken. Die Fahrzeiten sind generell länger als erwartet, da die Routen kurvig sind und Sie unterwegs oft spontan anhalten, sei es für einen Aussichtspunkt, einen Strand oder ein Foto der eindrucksvollen Vulkanlandschaft.
Auch praktisch: Parken ist fast überall unkompliziert und ein kleiner oder mittelgroßer Mietwagen ist ideal, um auf engen Straßen sicher unterwegs zu sein. Ein Navigationssystem oder eine offline Karte ist hilfreich, da der Empfang in abgelegenen Regionen gelegentlich schwankt.


Welche Routen eignen sich für Ihren Roadtrip auf den Azoren?
Die Azoren lassen sich je nach Reisedauer hervorragend mit dem Mietwagen erkunden. Sowohl als klassische Rundreise auf São Miguel als auch in Kombination mit einer Fähr- oder Flugverbindung nach Pico. Die folgenden Routenvorschläge helfen Ihnen dabei, Ihre Reisetage sinnvoll zu planen: von einer kompakten 7‑Tage‑Tour über São Miguel bis zu einer 3-Tage-Variante über Pico, sowie einer 10‑Tage‑Route mit einer Kombination aus beiden Orten.
In sieben Tagen über São Miguel – die Highlights kompakt erleben
Für sieben Tage bietet sich eine reine São‑Miguel‑Route an. Die Reise beginnt idealerweise in Ponta Delgada, wo Sie ein bis zwei Tage Zeit für die Stadt, den Hafen und die Umgebung einplanen können, bevor Sie den Mietwagen übernehmen. Von hier aus geht es zu den Vulkankesseln von Sete Cidades – ein erster landschaftlicher Höhepunkt, bei dem sich mehrere Miradouros perfekt für Fotostopps eignen.
Weiter führt die Route an die Nordküste nach Ribeira Grande und anschließend in das Hochland rund um die Lagoa do Fogo. Je nach Wetter lohnt sich eine kurze Wanderung oder ein Abstecher zu einem der Aussichtspunkte, die oft erst im richtigen Licht ihre volle Wirkung entfalten. In Furnas verbringen viele Reisende eine Nacht, um die heißen Quellen, das Terra-Nostra-Becken und die traditionellen Cozido-Gerichte zu erleben.
Zurück nach Ponta Delgada geht es über die Ostküste – eine grüne, ruhige Strecke, die mit Aussichtspunkten wie dem Miradouro de Santa Iria oder den Teefeldern von Gorreana zusätzliche Stopps bietet. Für den ersten Azoren-Besuch gilt: lieber weniger Stationen, dafür mehr Zeit pro Region.
In 3 Tagen über Pico – Weinbau, Lavaküste und Vulkanblick
Mit etwa drei Tagen lässt sich Pico gut erkunden. Von Madalena aus fahren Sie zuerst ins UNESCO‑Weinbaugebiet von Criação Velha, wo schwarze Basaltmauern und der Blick auf den Atlantik die Landschaft prägen. Entlang der Küste wechseln sich kleine Dörfer, Naturpools und kurze Fotostopps an Lavaschluchten ab, besonders rund um Cachorro und Bandeiras.
Planen Sie auf der Hochebene ausreichend Zeit ein: Je nach Wetter öffnen sich dort beeindruckende Ausblicke auf den Pico‑Vulkan, während sich die Straße kurvig durch weite Grünflächen zieht. Wetterwechsel und langsame Etappen gehören hier dazu, dafür sind die Eindrücke umso vielseitiger.
Viele teilen ihren Aufenthalt auf zwei Nächte auf, um nicht täglich weiterziehen zu müssen. Ein praktischer Hinweis: Unterkünfte sind in der Hochsaison schnell knapp. Wer früh bucht, reist entspannter und sichert sich oft eine Unterkunft mit Blick auf den Vulkan.
In zehn Tagen São Miguel und Pico kombinieren
Mit rund zehn Tagen lassen sich São Miguel und Pico problemlos kombinieren. Die Kombination aus den beiden Inseln verbindet die Vielfalt der größten Insel mit der Ruhe und Weite einer kleineren Vulkaninsel.
Der erste Teil der Route führt meist über São Miguel, wo sich dank guter Infrastruktur bequem mehrere Regionen miteinander verbinden lassen. Nach einigen Tagen voller Eindrücke, ob nun an Küstenstraßen, in historischen Orten oder in den vulkanisch geprägten Landschaften, setzen Sie Ihre Reise weiter Richtung Pico fort. Die Anreise erfolgt je nach Route per Flug oder mit einer kurzen Fährverbindung über eine der Nachbarinseln.
Auf Pico erleben Sie anschließend einen deutlichen Wechsel im Tempo und im Landschaftsbild: Die Insel wirkt ursprünglicher und weniger besiedelt. Nicht die Menge an Sehenswürdigkeiten steht hier im Mittelpunkt, sondern das Zusammenspiel aus Natur und dem charakteristischen Rhythmus des Insellebens. Gerade im Vergleich zu São Miguel ergibt sich so ein ausgewogener Reiseverlauf mit abwechslungsreichen Tagen.
Für eine zehntägige Reise gilt: Wer beide Inseln verbindet, profitiert von verschiedenen Landschaftstypen, unterschiedlichen kulturellen Einflüssen und einer Route, die genug Raum für spontane Stopps lässt. Eine frühzeitige Planung – besonders hinsichtlich der Fähr- und Unterkunftskapazitäten – sorgt dafür, dass Sie beide Inseln entspannt entdecken können.


Was sollten Sie unterwegs unbedingt erleben und probieren?
Ein Roadtrip auf den Azoren lebt von den Momenten, in denen Sie den Wagen kurz abstellen und die Landschaft auf sich wirken lassen. Auf São Miguel und Pico lohnt es sich, an markierten Miradouros zu stoppen und ein paar Schritte zu gehen – oft reichen schon zehn bis zwanzig Minuten, um einen völlig neuen Blickwinkel auf die Vulkanseen, die Küste oder die dunklen Lavafelder zu bekommen. Besonders eindrucksvoll sind die Aussichtspunkte am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn das Licht weicher fällt und sich die Farben der Inseln verändern.
Kulinarisch sind die beiden Inseln unkompliziert: kleine regionale Restaurants, sogenannte „Tascas“, servieren bodenständige Gerichte wie gegrillten Fisch, Tintenfisch oder die traditionelle Cozido‑Variante aus Furnas. Wer es süßer mag, probiert Malassadas oder frisch gebackenes Brot aus lokalen Bäckereien – ideal für ein spontanes Picknick an einem der vielen Küstenorte.
Was sollten Sie zu Budget und Einreise wissen?
Die Azoren sind kein klassisches Billigreiseziel, lassen sich aber gut budgetieren. Unterkünfte sind oft die größten Kostenpunkte, gefolgt von Mietwagen, Benzin und, je nach Planung, kostenpflichtigen Angeboten wie Walbeobachtungstouren oder Thermalbädern. Wer häufiger selbst kocht oder Picknicks einplant, spart spürbar. Ein weiterer Tipp: Unterkünfte nicht zwingend direkt an den bekanntesten Spots buchen, sondern auch ruhigere Orte in Betracht ziehen, die mit dem Auto gut erreichbar sind. Gerade auf Pico und in den ländlicheren Regionen von São Miguel gibt es viele preisgünstige Optionen, die trotzdem eine gute Ausgangslage bieten.
Für die Einreise genügt für EU‑Bürger ein gültiger Personalausweis oder Reisepass, zusätzliche Genehmigungen sind nicht erforderlich. Dennoch sollten Sie vor Abreise die aktuellen Bestimmungen der portugiesischen Behörden prüfen, insbesondere wenn sich Ihre Reiseroute kurzfristig ändern kann. Auch beim Mietwagen lohnt sich ein Blick auf faire Versicherungsleistungen und klare Bedingungen. Anbieter mit Rundum‑Sorglos‑Paketen wie bei Sunny Cars sind besonders praktisch, weil wichtige Leistungen wie ein umfassender Versicherungsschutz oder unbegrenzte Kilometer bereits enthalten sind – hilfreich, wenn Sie Ihre Route flexibel gestalten möchten.
Überzeugt?
Häufige Fragen zu Ihrem Roadtrip auf die Azoren
Welches Fahrzeug eignet sich für die Azoren am besten?
Auf São Miguel und Pico kommen Sie mit einem Kleinwagen oder einem Kompaktfahrzeug sehr gut zurecht. Die Straßen sind teilweise schmal, und mit einem kleineren Auto können Sie leichter in engen Orten parken und bei Gegenverkehr ausweichen. Wenn Sie mit mehreren Personen reisen oder viel Gepäck dabeihaben, lohnt sich ein SUV oder Minivan, achten Sie dann aber besonders auf das Rangieren in Dörfern.
Ist das Fahren auf den Azoren schwierig?
Die meisten Straßen sind asphaltiert und in gutem Zustand, allerdings sind manche Strecken kurvig und führen steil bergauf oder bergab. Wer in den Bergen oder auf Landstraßen schon einmal unterwegs war, wird sich nach kurzer Eingewöhnung wohlfühlen. Wichtig ist, defensiv zu fahren, auf plötzlich auftauchenden Nebel vorbereitet zu sein und Tieren auf der Fahrbahn genügend Raum zu lassen.
Gibt es auf den Azoren Mautgebühren?
Auf den Inseln selbst gibt es keine klassischen Mautautobahnen, Sie fahren also ohne Bezahlstationen oder elektronische Mautbrücken. Das macht das Navigieren besonders einfach, da Sie sich nicht um Tickets oder Transponder kümmern müssen. Wenn Ihre Reise jedoch über das Festland führt, sollten Sie sich dort über das portugiesische Mautsystem informieren.
Darf ich meinen Mietwagen mit auf eine andere Insel nehmen?
Ob ein Inselwechsel erlaubt ist, hängt auf den Azoren immer vom jeweiligen Vermieter ab. Viele erlauben Fährüberfahrten nicht, manche nur mit vorheriger Genehmigung und nur dann, wenn es auf der Zielinsel ebenfalls eine Station gibt. Schau deshalb unbedingt in die Mietbedingungen – dort steht verbindlich, ob die Mitnahme möglich ist.
Wo kann ich auf den Azoren tanken und welchen Kraftstoff soll ich wählen?
Tankstellen finden Sie vor allem rund um größere Orte und entlang der Hauptstraßen. Die gängigen Sorten heißen Gasolina 95 oder 98 für Benzin und Gasóleo für Diesel; im Zweifel hilft Ihnen das Tankstellenpersonal oder ein Hinweis auf dem Tankdeckel Ihres Mietwagens. Tanken Sie im Hochland am besten, bevor Sie längere Strecken fahren, da dort keine Stationen liegen.











