Fuerteventura ist die älteste und nach Teneriffa die zweitgrößte Insel der Kanaren im Atlantischen Ozean. Von der Hauptstadt Puerto del Rosario, wo sich auch der Inselflughafen befindet, lässt sich die knapp 1.700 Quadratkilometer große, lang gestreckte Insel am besten mit einem Mietwagen erkunden.
Zu den größten Attraktionen Fuerteventuras zählen zweifelsohne die endlosen Sandstrände entlang der Ostküste. Im Norden, nahe der bei Touristen beliebten Stadt Corralejo, lockt ein wunderschöner Dünenpark samt der vor gelagerten Insel Los Lobos. Beide stehen bereits seit den 80er-Jahren unter Naturschutz und bieten Besuchern ein paradiesisches Naturerlebnis. Die Insel Lobos, die einst durch Vulkaneruptionen entstand, lässt sich bequem per Fähre erreichen und in wenigen Stunden umwandern. Die wunderbare Naturvielfalt samt Sandbucht Playa Las Conchas oder den Lagunen im Nordosten sowie die allgegenwärtigen Vulkanöfchen wirken faszinierend. Nach den Mönchsrobben, die Los Lobos einst seinen Namen gaben, wird man leider vergeblich Ausschau halten. Sie sind bereits seit einigen hundert Jahren ausgerottet und nur mehr in der Karibik zu finden.
Besonders gut eignet sich ein Mietwagen auf Fuerteventura für einen Ausflug in das Gebirge um den mit 807 Metern höchsten Berg der Insel, Pico de la Zarza. Nicht nur, dass die karge Gesteinsoberfläche gegenüber Strandidylle und azurblauem Meer ihren ganz eigenen Charme hat. Die Berge bieten außerdem vorwitzigen Erdhörnchen, Fleder- und Spitzmäusen ein ideales zu Hause und lassen sich mit etwas Geduld in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Eine weitere Sehenswürdigkeit im Inselinneren ist das Ecomuseo de Algocida in Tefia. In den vergangenen Jahren restaurierte die Regierung mit EU-Mitteln verfallene Bauernhöfe, die heute einen Einblick in die Handwerkskunst und Lebensweise der Bevölkerung Fuerteventuras aus früheren Zeiten geben.
Und natürlich kommen an den Küsten nicht zuletzt auch Wellenreiter, Wind- und Kitesurfer auf ihre Kosten. Entlang der Ostküste und im Norden garantieren konstante Winde für geblähte Segel, und an der teils steilen Westküste lockt schäumendes Weißwasser die Surfer in die Wellen. Lediglich vom Baden sollte man hier wegen der unberechenbaren Strömung absehen.