Menorca wird gerne als die „kleine Schwester“ von Mallorca bezeichnet, doch vielen Touristen und Insel-Experten gilt sie als die schönere der beiden Balearen-Inseln. Vor allem fehlen hier die Bausünden, die anderswo begangen wurden. Auf Menorca gibt es keinen Ballermann, keine lärmenden Rummelplätze und keine endlosen Shopping-Meilen, die man auch von Berlin oder Bottrop schon kennt. Stattdessen findet man auf Menorca intakte Natur, unverbaute Traumstrände, Gin – und sogar leckeren Käse gibt es hier.
Am besten erobert man die Insel per Mietwagen, da Menorca viele kurvige Straßen hat, auf denen das Fahren in einem Cabrio oder in einem Geländewagen besonders viel Spaß macht. Unvermutet tauchen hinter der nächsten Kurve dunkelgrüne Pinienwälder auf oder der Blick öffnet sich auf eine traumhafte Bucht, in der kristallklares Wasser türkisblau schimmert.
Weder Hotelburgen, noch unzählige Kioske und Shop stören hier die Idylle. So soll Urlaub aussehen: angenehmer Sandstrand, eingebettet in eine wildromantische Felsbucht, dazu noch ein paar angenehme Badegäste als Nachbarn. Wer sich für die Historie der Insel interessiert, dem sei eine Fahrt in das Inselinnere empfohlen. Hier trifft man allerorten auf die prähistorischen Spuren Menorcas in Gestalt der so genannten Taulas. Dabei handelt es sich einmal um riesige tischförmige Steinskulpturen, ein andermal um Gebäude, die wie kleine Boote aussehen, die so genannten Navetas. Diese wurden früher einmal als Wohngebäude, später als Begräbnisstätten genutzt.
Darüber hinaus stehen überall auf Menorca die Talaiots herum: kleine Steinfestungen mit circa zehn Meter hohen Türmen, die während kriegerischer Epochen auf der Insel zur Verteidigung derselben benötigt wurden.